Download-Center - Treiber, Handbuecher, Software und Firmware herunterladenReferenzenUnsere Partner

Qualitätsprüfung der gedruckten Barcodes

DRK Blutspendedienst Nord - Lütjensee – Produktkennzeichnung für Blutbanken

Produktkennzeichnung mit Barcodes für Blutbanken; Auszeichnung und Erfassung gesundheitsrelevanter Produkte unter Beachtung besonderer Sicherheitskriterien; Qualitätsprüfung der gedruckten Barcodes



Kundenprofil

Am 29. Oktober 1959 floss zum ersten Mal Blut für den DRK Blutspendedienst Nord. „160 freiwillige Blutspender aus allen Bevölkerungskreisen, darunter die ganze Belegschaft eines Industriebetriebes und die gesamte Freiwillige Feuerwehr, hatten sich zur ersten öffentlichen Blutentnahme eingefunden“. Mittlerweile sind bis zu 160.000 Entnahmen im Jahr zu verzeichnen. Parallel zur Zahl der abgenommenen Blutspenden wuchsen auch die Anforderungen an die Sicherheit und Qualität der Blutprodukte. Vergleicht man die Blutspende-Aktionen früher und heute, so fallen vor allem die strengeren Sicherheitsmaßnahmen auf. Der medizinische Fortschritt erfordert ständige Anpassung der Richtlinien zum Schutz des Blutempfängers wie auch des Spenders. Neben umfangreichen Laborleistungen werden heute zusätzliche Leistungen in Form von Beratungen und Schulungen sowie Fortbildungen auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin und Immunhämatologie erbracht.

Herausforderung

Der DRK Blutspendedienst Nord in Lütjensee entnimmt jährlich bis zu 160.000 Blutkonserven. Bei der Spende wird das Blut in 500-ml-Beutel gefüllt. Zusätzlich werden kleine Probenröhrchen befüllt, die zu einem späteren Zeitpunkt in der Zentrale in Lütjensee im medizinischen Labor untersucht werden.

Für die Kennzeichnung des Blutbeutels wird ein sogenannter Primär-Etikettensatz gedruckt. Dabei handelt es sich um ein Etikett mit zwölf Codabar-Barcodes (zwei Spalten mit jeweils sechs Barcodes pro Reihe), die sich lediglich durch das Start-/Stoppzeichen unterscheiden. Jeder Barcode wird einzeln vom Primär-Etikettennsatz entnommen und auf den entsprechenden Blutbeutel, die Probenröhrchen und auf die zugehörigen Dokumente aufgeklebt. Wird ein Dokument oder ein Blutprodukt bearbeitet, muss zuvor der entsprechende Barcode mittels Barcodescanner eingelesen werden. Der Barcodescanner dient an dieser Stelle zur Optimierung der Arbeitsgeschwindigkeit und vor allen Dingen zur Vermeidung von Fehleingaben.

Eine zwingende Notwendigkeit hierbei ist die eindeutige korrekte Kennzeichnung der Blutbeutel, der Probenröhrchen sowie der zugehörigen Dokumente. Kleinste Fehler und Verwechslungen könnten weitreichende gesundheitsgefährdende Folgen verursachen. Um mögliche Fehler bei den Primäretiketten auszuschließen, wurden bisher manuelle Kontrolllesungen durchgeführt. Nachdem eine 250-Serie von Etiketten ausgedruckt war, musste eine Person alle Barcodes mittels Barcodescanner einlesen und auf deren Richtigkeit überprüfen.

Ziel dieses Projektes war es eine Möglichkeit zu finden, die Kontrolllesungen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Sicherheitskriterien zu automatisieren.

Umsetzung

Die Etiketteninhalte werden direkt aus dem B.A.S.I.S. System (Blutbank Administrations, Sicherheits- und Informationssystem) des DRK Blutspendedienst Nord an einen Thermotransferdrucker Avery 64-04 geschickt. Der von Firma Drucksysteme Janz & Raschke GmbH installierte Drucker wurde mit einem so genannten Online-Verifyer ausgestattet. Dieses Barcode-Prüfgerät wird an einem Stativ oberhalb des Druckkopfes befestigt und vermisst mittels Laser den gerade gedruckten Barcode nach der CEN-ANSI-Norm, noch bevor das Etikett den Drucker verlässt. Die Besonderheit daran ist, dass jeder einzelne der 12 Barcodes auf dem Etikett gesondert geprüft wird. Das Barcode-Prüfgerät ist direkt mit dem Thermotransferdrucker Avery 64-04 verbunden. Beide Einheiten wurden von Drucksysteme Janz und Raschke GmbH perfekt aufeinander abgestimmt.

Mit dieser Lösung lässt sich sicherstellen, dass jeder Barcode nicht nur lesbar ist, sondern auch der höchsten Qualitätsstufe entspricht. Im Falle eines Fehldrucks (Druckkopfdefekt, Folienfalten, etc.), d.h. der Barcode ist außerhalb dieser Spezifikation, zieht der Avery 64-04 das Etikett zurück und überdruckt es mit einer breiten Schraffur. Das Etikett ist somit unbrauchbar und wird je nach Einstellung automatisch oder manuell nachgedruckt. Trotz dieses komplexen Prüfvorganges lässt sich eine hohe Druckgeschwindigkeit von bis zu 200mm/sec (> 1 Etikett/Sekunde) erreichen.

Nutzen für DRK Blutspendedienst Nord

  • 100% Lesbarkeit der in der Praxis eingesetzten Barcodes dank OLV-Prüfung und -qualifizierung aller Barcodes während des Drucks
  • Umstellung der nachgelagerten Datenerfassung durch Scanner schließt frühere Fehlerträchtigkeit bei manueller Eingabe aus
  • Einhaltung der Sicherheitskriterien
  • Sicherstellung der Patientensicherheit
  • Engpässe in der Etikettenversorgung sind aufgrund hoher Druckgeschwindigkeit und der permanenten Barcode-Fehlerprüfung praktisch ausgeschlossen
  • Einsparung Personalkosten


Weitere Informationen:

Datenblatt / detaillierte Spezifikationen:

Datenblatt Avery 640x Serie.pdf

Ansprechpartner

Jörn Janz
Telefon: 040/840 509-0
E-Mail: joern.janz@jrdrucksysteme.de

Sie haben noch Fragen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung?
Rufen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Heiko Raschke

Ansprechpartner

Heiko Raschke
Telefon: 040/840 509-0
E-Mail: heiko.raschke@jrdrucksysteme.de

Sie haben Fragen zu unserem Unternehmen?
Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.