GS1-128 Datenbezeichner (30): Variable Mengen korrekt kennzeichnen
Die GS1-128-AI (30) wird verwendet, um variable Stückzahlen eindeutig und standardkonform zu kennzeichnen. Besonders in Logistik, Verpackung und industrieller Fertigung ist sie entscheidend, wenn Gebinde keine feste Menge enthalten. Dieser Artikel zeigt praxisnah, wie GS1-128 (30) aufgebaut ist, wo sie eingesetzt wird und worauf bei Druck und Scannerlesbarkeit zu achten ist.
- Grundlagen von GS1-128 (30)
- Aufbau und Datenformat
- Typische Anwendungsfälle
- Kombination mit weiteren Application Identifiers
- Praxis-Tipps für den Barcode-Druck
- Kurz-Checkliste
- FAQ zu GS1-128 (30)
Grundlagen von GS1-128 (30)
Der GS1-128-Code ist ein internationaler Standard zur strukturierten Darstellung von logistik- und produktrelevanten Daten. Die Application Identifier (AI) definieren dabei, welche Information folgt.
Die AI (30) steht für:
- Variable Anzahl von Einheiten
- Numerischer Wert
- Variable Länge (bis zu 8 Ziffern)
Sie wird immer dann eingesetzt, wenn die enthaltene Stückzahl nicht vorab fix definiert ist.
Aufbau und Datenformat
Der grundsätzliche Aufbau lautet:
(30)12345
Dabei gilt:
- (30) = Application Identifier für variable Stückzahl
- 12345 = tatsächliche Anzahl (hier: 12.345 Einheiten)
Da es sich um eine variable Datenlänge handelt, muss die AI (30) mit einem FNC1-Zeichen abgeschlossen werden, sofern danach weitere AIs folgen.
Typische Anwendungsfälle
GS1-128 (30) wird häufig genutzt in:
- Logistiketiketten für Mischkartons
- Verpackungseinheiten mit variabler Befüllung
- Industrie- und Großhandelslieferungen
- Automatisierten Warenlagern
Beispiel: Ein Karton enthält eine tagesabhängige Anzahl an Schrauben – hier ist AI (30) ideal.
Kombination mit weiteren Application Identifiers
In der Praxis wird AI (30) selten allein verwendet. Häufige Kombinationen sind:
- (01) GTIN zur Produktidentifikation
- (10) Chargennummer
- (17) Mindesthaltbarkeitsdatum
Beispiel für einen vollständigen GS1-128-Inhalt:
(01)04012345678901(30)250(10)ABC123
Hier folgt nach der variablen Stückzahl automatisch ein FNC1-Trennzeichen, damit Scanner die Daten korrekt interpretieren.
Praxis-Tipps für den Barcode-Druck
- Thermotransferdruck bevorzugen für langlebige Etiketten
- Ausreichende Modulbreite (X-Dimension) wählen
- Kontrast zwischen Barcode und Hintergrund sicherstellen
- GS1-128 immer mit korrekt gesetztem FNC1 erzeugen
Industrie-Drucksysteme mit GS1-Logik minimieren Fehler bei variablen Daten erheblich.
Kurz-Checkliste: GS1-128 (30)
- ✔ Variable Stückzahl erforderlich?
- ✔ Maximal 8-stellig numerisch?
- ✔ FNC1 korrekt gesetzt?
- ✔ Kombination mit anderen AIs geprüft?
- ✔ Scanner-Tests durchgeführt?
FAQ zu GS1-128 (30)
Was ist der Unterschied zwischen AI (30) und AI (37)?
AI (30) steht für eine variable Stückzahl ohne feste Stellenanzahl, während AI (37) speziell für Anzahl von logistischen Einheiten definiert ist.
Ist AI (30) auch für Einzelprodukte zulässig?
Ja, sofern die Stückzahl tatsächlich variabel ist und nicht konstant bleibt.
Muss AI (30) immer mit FNC1 enden?
Nur dann, wenn weitere AIs folgen. Steht sie am Ende, ist kein Trennzeichen erforderlich.
Kann AI (30) alphanumerisch sein?
Nein, es sind ausschließlich numerische Werte erlaubt.
Welche Scanner unterstützen GS1-128 (30)?
Alle GS1-konformen 1D-Barcodescanner mit aktivierter GS1-128-Erkennung.
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