Ohne GTIN ist Ihr Produkt für Systeme unsichtbar

(01) (10) (17) – diese GS1-Datenbezeichner sind für viele Systeme der Einstiegspunkt zur automatisierten Verarbeitung von Produktdaten. Fehlt die zugrunde liegende, gültige GTIN oder ist sie falsch aufgebaut, bleibt Ihr Produkt für digitale Prozesse unsichtbar. Das führt zu Fehlbuchungen, manuellen Zuordnungen und unnötigen Medienbrüchen entlang der gesamten Lieferkette. Wer heute effizient produzieren, kennzeichnen und liefern will, kommt an einer GS1-konformen GTIN nicht vorbei.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine GTIN – und warum ist sie so wichtig?
- Typische Probleme ohne (oder mit falscher) GTIN
- GTIN als Schlüssel für ERP-, Logistik- und Handelssysteme
- Was bedeutet GS1-konform konkret?
- Praxisbeispiel: Wenn die GTIN fehlt
- Kurze Checkliste: Ist Ihre GTIN sauber aufgesetzt?
- FAQ zur GTIN
Was ist eine GTIN – und warum ist sie so wichtig?
Die GTIN (Global Trade Item Number) ist eine weltweit eindeutige Artikelnummer nach GS1-Standard. Sie dient dazu, Produkte eindeutig zu identifizieren – unabhängig von Hersteller, Land oder Vertriebskanal.
- Grundlage für Barcodes (z. B. EAN-13)
- Eindeutige Identifikation in Warenwirtschafts- und Kassensystemen
- Voraussetzung für automatisierte Prozesse im Handel und in der Logistik
Typische Probleme ohne (oder mit falscher) GTIN
Fehlt die GTIN oder ist sie nicht korrekt vergeben, entstehen schnell gravierende Probleme:
- Artikel werden im ERP-System nicht eindeutig erkannt
- Manuelle Zuordnung bei Wareneingang und Versand
- Fehlbuchungen und Bestandsabweichungen
- Medienbrüche zwischen Druck, Logistik und IT
- Ablehnung von Artikeln durch Handelspartner
GTIN als Schlüssel für ERP-, Logistik- und Handelssysteme
Moderne Systeme sind auf standardisierte Identifikatoren angewiesen. Die GTIN fungiert dabei als gemeinsamer Nenner:
- ERP-Systeme nutzen die GTIN zur Artikelstammdatenpflege
- Logistiksysteme steuern Kommissionierung und Tracking
- Kassensysteme erkennen Produkte sekundenschnell per Scan
Ohne GTIN funktionieren diese Prozesse nur eingeschränkt oder gar nicht automatisiert.
Was bedeutet GS1-konform konkret?
GS1-konform heißt nicht nur „eine Nummer vergeben“. Entscheidend sind:
- Vergabe aus einem offiziell lizenzierten GS1-Nummernkreis
- Richtige Stellenlänge (z. B. GTIN-8, -12, -13 oder -14)
- Korrekte Zuordnung zu genau einem Artikel
- Saubere Umsetzung im Barcode (Größe, Kontrast, Platzierung)
Praxisbeispiel: Wenn die GTIN fehlt
Ein Hersteller liefert Produkte mit intern vergebenen Artikelnummern statt GTIN. Beim Handelspartner können die Artikel nicht automatisch eingebucht werden. Die Folge:
- Manuelle Erfassung im Wareneingang
- Verzögerte Verfügbarkeit im Lager
- Zusätzliche Kosten und Reklamationen
Mit einer sauberen, GS1-konformen GTIN wäre der gesamte Prozess automatisiert gelaufen.
Kurze Checkliste: Ist Ihre GTIN sauber aufgesetzt?
- ✔ GTIN stammt aus einem GS1-lizenzierten Nummernkreis
- ✔ Jede Variante (Größe, Farbe, Inhalt) hat eine eigene GTIN
- ✔ Barcode ist lesbar und normgerecht gedruckt
- ✔ GTIN ist im ERP-System korrekt hinterlegt
FAQ zur GTIN
Ist eine GTIN Pflicht?
Gesetzlich nicht immer, praktisch aber bei fast allen Handels- und Logistikprozessen unverzichtbar.
Kann ich meine GTIN selbst vergeben?
Nur, wenn Sie über einen eigenen GS1-Unternehmenspräfix verfügen. Andernfalls ist die Nummer nicht GS1-konform.
Reicht eine GTIN für alle Verpackungseinheiten?
Nein. Jede Verpackungsstufe (Stück, Karton, Palette) benötigt eine eigene GTIN.
Was passiert bei fehlerhaften Barcodes?
Fehlerhafte Barcodes führen zu Scanproblemen, manuellen Eingriffen und potenziellen Lieferverzögerungen.

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