2026 wird auf Etiketten spannend:
Wenn du 5–50 Drucker im Betrieb hast, kennst du das Grundgesetz der Kennzeichnung:
Alles ist geregelt. Und wenn es nicht geregelt ist, wird es bald geregelt.
Gerade in der EU rollen ein paar Themen an, die in mehreren Branchen Kennzeichnung, Daten auf Etiketten und Verpackungsinfos spürbar verändern. Die gute Nachricht: Das ist mit moderner Etikettensoftware (z. B. Loftware) lösbar. Die schlechte: Mit „Excel + Bauchgefühl + Karl-Heinz druckt das immer so“ eher weniger.
Welle 1: Digital Product Passport (DPP) – das Etikett bekommt einen „Lebenslauf“
Was ist das?
Der Digital Product Passport ist im Kern eine digitale Identitätskarte für Produkte/Komponenten/Materialien – mit Infos zu Nachhaltigkeit, Compliance, Rückverfolgbarkeit usw. Er ist Teil der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR).
Wer betrifft’s (branchenmäßig)?
Nicht „nur ein bisschen Elektronik“. Perspektivisch ist das breit gedacht – je nach Produktgruppe kommen die konkreten Anforderungen über Delegierte Rechtsakte. In der Praxis werden typischerweise zuerst Branchen mit hoher Regulierung, hohen Stückzahlen oder hoher Nachhaltigkeitsrelevanz wach:
Elektronik / Elektrogeräte
Textil / Fashion
Maschinenbau / Komponenten
Retail / Konsumgüter (wenn sie EU-weit distribuiert werden)
Was ändert sich am Etikett?
Vereinfacht gesagt: Es wird mehr maschinenlesbare Verknüpfung geben (z. B. QR/DataMatrix), die auf strukturierte Produktdaten verweist. Das Etikett wird damit zur „Tür“ in eine Datenwelt – nicht mehr nur „Name, Artikelnummer, fertig“.
Wie löst man das mit Loftware am einfachsten?
Etiketten-Templates zentral managen (nicht 17 Versionen „Final_v9_NEU2“)
Variable Daten (z. B. URL/GS1 Digital Link/Serialisierung) automatisiert aus ERP/MES/WMS ziehen
Versionierung & Freigaben nutzen, damit nicht „aus Versehen“ ein QR-Code auf die Kantinenkarte zeigt (ja, passiert). Loftware/NiceLabel bietet dafür Workflows und Versioning im Control Center.
Welle 2: PPWR – Verpackung wird zur Informationspflicht in schön (und ein bisschen streng)
Was ist das?
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ersetzt in der EU die bisherige Verpackungsrichtlinie und soll Verpackungsabfall reduzieren, Recyclingfähigkeit verbessern etc. Laut ECHA ist sie am 11. Februar 2025 in Kraft getreten.
Ein wichtiger Punkt für die Praxis: Sie gilt allgemein ab 12. August 2026 (mit Übergangsfristen je nach Anforderung).
Wer betrifft’s (branchenmäßig)?
Wenn du irgendwas in Verkehr bringst, das verpackt ist, bist du im Club. Besonders sichtbar wird’s bei:
Food & Beverage
Kosmetik / Körperpflege
Pharma / Medizinprodukte
E-Commerce / Versandhandel
Chemie (Gebinde, Gefahrgut-Verpackungen)
Was ändert sich an der Kennzeichnung?
Je nach Detailanforderung (und je nach Verpackungsart) geht es in Richtung:
klarere, harmonisierte Verbraucherinfos (Trennhinweise/Recycling-Info etc.)
mehr Pflicht zur Datenkonsistenz: Was auf der Verpackung steht, muss zu Material/Artikeldaten passen – EU-weit, nicht „in jedem Land ein eigenes Etikettchen“.
Die PPWR ist weniger „ein neues Icon“, sondern mehr „eine neue Disziplin: Informationsmanagement“.
Wie hilft Loftware konkret?
Loftware positioniert Loftware Cloud explizit als Lösung für kleine bis mittlere Unternehmen, um Design, Template-Management und Druck zentral zu steuern – ohne eigene IT-Infrastruktur zu betreiben.
Für PPWR heißt das praktisch:
Ein Etikett – viele Varianten (Land, Sprache, Material, Verpackungsart) aus einer Vorlage
Zentrale Datenquellenanbindung statt Copy-Paste aus fünf Systemen
Zentrales Dokumenten-/Drucker-Management (damit „Standort B“ nicht noch den Stand von 2022 druckt).
Welle 3: CLP-Update – neue Gefahrenklassen, neue Texte, neues Chaos (nur mit
Ankündigung)
Was ist das?
Die delegierte Verordnung (EU) 2023/707 führt neue Gefahrenklassen/-kategorien in der CLP-Systematik ein – mit Auswirkungen auf Einstufung und damit Kennzeichnung.
Wer betrifft’s (branchenmäßig)?
Chemische Industrie
Reinigungs-/Pflegemittel
Farben/Lacke/Klebstoffe
Labor/Industriechemie
Kurz: alles, was ein Sicherheitsdatenblatt hat und nicht nur „macht sauber“ schreit.
Was ist zeitlich relevant?
Die BAuA fasst die Übergangsfristen sehr konkret zusammen:
Stoffe, die ab 1. Mai 2025 erstmals in Verkehr gebracht werden: neue Regeln gelten.
bereits am Markt befindliche Stoffe: spätestens ab 1. November 2026.
Gemische: ab 1. Mai 2026 (neu am Markt) bzw. ab 1. Mai 2028 (bereits am Markt).
Was ändert sich am Etikett?
Neue Einstufungen bedeuten neue Gefahrenhinweise/Elemente – und damit neue Layouts, andere Textbausteine, eventuell mehrsprachig, eventuell platzkritisch (weil Etiketten physikalisch leider nicht mitwachsen, auch wenn Compliance es gerne hätte).
Wie löst man das mit Loftware ohne Nervenzusammenbruch?
Textbausteine als Daten behandeln (nicht als „jemand tippt das schnell rein“)
Freigabe-Workflows: Änderungen gehen erst live, wenn QA/Regulatory wirklich „ja“ gesagt hat. (NiceLabel/Loftware Workflows sind genau für solche Qualitätskontrollen gedacht.)
Versionierung: nachvollziehbar, wer wann was geändert hat (hilft besonders, wenn später jemand fragt: „Warum steht das da so?“).
Warum das für Mittelständler mit bis zu ~50 Druckern besonders wichtig ist
Große Konzerne lösen Kennzeichnungsänderungen mit Teams, Gremien und – je nach Stimmung – drei Tools zu viel.
Der Mittelstand löst das oft mit:
„Wir haben da eine Vorlage.“
„Die liegt auf dem Laufwerk.“
„Wenn Günther im Urlaub ist, druckt bitte nichts Kritisches.“
Und genau da setzt modernes Label-Management an: Standardisieren, zentralisieren, kontrollieren – ohne aus deiner Druckerflotte ein IT-Großprojekt zu machen. (Loftware Cloud ist genau mit dem Argument „schnell startklar, kein Infrastrukturkauf“ positioniert.)
Die 7-Punkte-Checkliste: So wird Kennzeichnungs-Change plötzlich machbar
Etiketten inventarisieren: Welche Artikel, welche Labels, welche Standorte?
Eine Wahrheit definieren: Woher kommen Stammdaten, Gefahrentexte, Sprachen, Recyclinginfos?
Vorlagen konsolidieren: Weniger Templates, mehr Variablen.
Workflows einführen: Entwurf → Prüfung → Freigabe → Veröffentlichung (nicht: „Ich druck’s schon mal“).
Versionierung aktiv nutzen: Änderungen müssen nachvollziehbar sein.
Drucker zentral verwalten: Treiber/Configs/Benutzerrechte nicht pro Standort erfinden.
Testdruck + Pilotstandort: Erst ein Werk/Team, dann skalieren.

Für weitere Informationen oder eine persönliche Beratung von Novexx Produkten und Software von Loftware stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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