Lidl-Lieferant: GS1-128 Transportetiketten automatisch drucken – so funktioniert unsere NiceLabel PowerForms Lösung

Im ersten Artikel dieser Serie haben wir erklärt, was auf einem normkonformen Lidl-Palettenetikett stehen muss. Dieser Artikel zeigt, wie das in der Praxis aussieht – konkret an unserer eigenen Lösung, die wir für Lidl-Lieferanten entwickelt und bereits mehrfach produktiv eingesetzt haben.

NiceLabel GS1 Label Design

Die Basis ist NiceLabel PowerForms von Loftware. Was daraus geworden ist, ist eine spezialisierte Druckmaske, die den gesamten Prozess vom Artikel auswählen bis zum fertigen, archivierten Etikett abbildet – ohne dass der Bediener irgendeine Norm kennen muss.

Das Problem: Manueller Etikettendruck ist eine Fehlerquelle, keine Lösung

Lidl GS1-128 Palettenetiketten sicher drucken

Wer das erste Mal ein Lidl-Palettenetikett erstellt, unterschätzt die Komplexität. Es sind nicht die einzelnen Felder, die das Thema schwierig machen. Es ist die Kombination aus:

  • Pflichtfeldern, die aus verschiedenen Quellen stammen (Bestellung, Kontrakt, Stammdaten)
  • einem SSCC, der automatisch hochgezählt, einmalig vergeben und GS1-konform aufgebaut sein muss
  • drei separaten GS1-128 Barcodes, die korrekt kodiert sein müssen
  • der Anforderung, jedes Etikett archivieren zu können

Wer das in Word oder Excel löst, löst es genau einmal fehlerfrei. Danach beginnt das Roulette.

Die Lösung: NiceLabel PowerForms mit Lidl-spezifischer Logik

Unsere Eingabemaske – entwickelt in NiceLabel PowerForms – reduziert den Bedienprozess auf das Minimum, das ein Mitarbeiter im Versand tatsächlich kennen kann: den Artikel, die Ordenummer, das Lieferdatum und die Palettenanzahl.

Alles andere übernimmt die Software.

Feature 1: Automatische Lager- und Lieferadressermittlung

Die Lidl-Ordenummer enthält verschlüsselt das Ziel-Warehouse – im Beispiel das Kürzel PER für das Lager in Perusic, Kroatien. Unsere Lösung liest dieses Kürzel aus, ermittelt daraus automatisch Land, Warehouse-Bezeichnung und Lieferadresse und trägt alle drei Felder auf dem Etikett ein.

Der Bediener gibt die Ordenummer ein. Die Adressinformation erscheint ohne weiteren Schritt korrekt auf dem Etikett. Tippfehler bei Warehouse oder Bestimmungsland gehören damit strukturell der Vergangenheit an – nicht weil Mitarbeiter sorgfältiger werden, sondern weil das Feld gar nicht mehr manuell befüllt wird.

Das ist kein Komfortfeature. Falsche Lagerbezeichnungen auf dem Etikett sind ein direkter Annahmeverweigerungsgrund.

Feature 2: Automatische SSCC / NVE Generierung

Der SSCC (Serial Shipping Container Code), im deutschsprachigen Raum auch als NVE (Nummer der Versandeinheit) bekannt, ist die 18-stellige eindeutige Identifikationsnummer jeder Transporteinheit. Er muss GS1-konform aus dem registrierten Basisnummernbereich des Lieferanten gebildet werden, darf nie zweimal vergeben werden und muss korrekt als GS1-128 Barcode auf dem Etikett erscheinen.

Unsere Lösung generiert den SSCC vollautomatisch, zählt ihn pro Druck hoch und stellt sicher, dass jeder generierte Code im System registriert ist, bevor das Etikett den Drucker verlässt.

Kein manuelles Führen einer SSCC-Liste. Kein Risiko der Doppelvergabe. Kein falsch aufgebauter Code.

Feature 3: Vollständige Archivierung jedes gedruckten Etiketts

Jedes Etikett, das unsere Lösung erzeugt, wird archiviert. Vollständig, mit allen Datenfeldern, im gewünschten Dateiformat – PDF, CSV, Excel oder ein kundenspezifisches Format.

Das ist aus zwei Gründen relevant:

Erstens der SSCC. Lidl und andere Handelsketten können Rückmeldungen zu Lieferungen mit SSCC-Referenz machen. Wer nicht nachvollziehen kann, welche Palette welchen SSCC hatte, hat im Reklamationsfall ein Problem.

Zweitens Compliance. Einige Handelsketten fordern den Nachweis, welche Etiketten für welche Lieferung erzeugt wurden. Ein Exportformat, das in ein Warenwirtschaftssystem oder eine Lieferantendokumentation importiert werden kann, ist hier keine Kür.

Feature 4: Erweiterbar – für Lidl und für andere Handelsketten

Unsere Lösung ist keine Fertigbox. Sie ist ein entwickeltes System, das wir jederzeit erweitern und anpassen können – ohne Vendor-Lock, ohne Lizenzverhandlung mit einem Drittanbieter für jede Änderung.

Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn Lieferanten nicht nur Lidl, sondern auch weitere Handelsketten beliefern. Die Anforderungen ähneln sich strukturell – GS1-Transportetikett, SSCC-Pflicht, spezifische Pflichtfelder – aber die Details unterscheiden sich je nach Händler.

Wir haben diese Lösung bereits auf die Anforderungen von Lidl zugeschnitten. Erweiterungen für Aldi, Rewe, Edeka, dm, Kaufland oder Amazon FBA sind möglich, ohne die bestehende Lösung zu ersetzen. Wer heute Lidl-Lieferant wird und morgen einen weiteren Handelskanal erschließt, baut auf derselben Basis weiter.

Wer braucht diese Lösung?

Kurz gesagt: jeder Lieferant, der Paletten an Lidl ausliefert und den Etikettierungsprozess nicht dem Zufall überlassen will.

Konkret bewährt hat sich die Lösung bei Betrieben, die:

  • kein ERP-Modul für den Etikettendruck haben oder deren Etikettiermodul die Lidl-Anforderungen nicht vollständig abbildet
  • mehrere Lieferanten-Beziehungen mit unterschiedlichen Etiketten-Anforderungen verwalten
  • Wert auf vollständige Nachverfolgbarkeit jedes gedruckten Etiketts legen
  • eine Lösung suchen, die Mitarbeiter im Versand ohne Schulung in GS1-Normen bedienen können

Technische Basis

Die Lösung basiert auf Loftware NiceLabel und der NiceLabel PowerForms Komponente für Druckanwendungen. NiceLabel ist weltweit eine der führenden Etikettensoftware-Plattformen und bietet eine stabile, update-sichere Grundlage.

JR Drucksysteme ist autorisierter NiceLabel Reseller und Systemintegrator. Wir entwickeln, implementieren und betreuen die Lösung – inklusive zukünftiger Anpassungen, wenn Lidl seine Spezifikation aktualisiert.

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Wir haben in diesem Jahr mehrere Lidl-Lieferanten bei der Einrichtung normkonformer GS1-128 Transportetiketten begleitet. In 30 Minuten zeigen wir dir konkret, welche Lösung zu deinem Betrieb, deinem ERP und deinen Druckern passt.